Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Rhein Main Presse 28.11.2001
Vielseitigkeit ein Markenzeichen Jahreskonzert des Nieder-Olmer Bläserchores mit Musik von Mussorgsky bis zu Michael Jackson Mit anspruchsvollem und breit angelegtem  Repertoire stellte sich der Bläserchor Nieder-Olm seinem Publikum in der Ludwig-Eckes-Festhalle beim Jahreskonzert vor.
NIEDER-OLM - Die ersten Proben des Bläserchores im Mai 1968 im Gasthof "Zum Engel" sollen schauerlich geklungen haben. Augen- und Ohrenzeugen berichten, dass sämtliche Katzen das Anwesen und die angrenzende Hofreite panikartig verließen. Dass dies mittlerweile ganz und gar anders ist, davon überzeugte das diesjährige Jahreskonzert in der vollbesetzten Ludwig-Eckes-Festhalle. Schon die ersten Klänge des Reitermarsches des Grafen von Moltke ließen die beachtlichen Fähigkeiten der Instrumentalisten erahnen. Noch stärker verdeutlichte der Klangkörper des Ensembles sein Können mit dem letzten Teil der Suite „Bilder einer Ausstellung" von Modeste Mussorgsky. Die musikalisch farbenreiche Darstellung einer Kirchenprozession mit Glockengeläute, rauschendem Prunk und wiederkehrendem „Promenade"-Zwischenspiel ließ „Das große Tor von Kiew" lebendig werden. Christian Küchenmeister dirigiert seine Bläser mit sensibler Verve und unglaublicher Energie. Ob ein heiteres Rondo oder die kraftvolle Gruselgeschichte vom „Phantom der Oper", Küchenmeister wirkte nach jedem Stück erfrischt, erzählte zwischendurch lustige Geschichten und bereitete sachlich auf das nächste Werk vor. Vor der Pause zeigte der Jugend-Bläserchor unter der Leitung von Peter Becker erstaunliche Ergebnisse auf den Instrumenten. Ein amerikanischer Marsch gelang schmissig, die Abenteuer eines Seemannes wurden trotz kompositorisch schwieriger Fermaten gemeistert. Ein karibischer Tanz zeigte eine weitere Variante der Fähigkeiten der jungen Bläser. Der Populär-Musik angepasst, doch deshalb nicht weniger dramatisch, erklangen später vom Bläserchor Auszüge aus der sinfonischen Dichtung „Zarathustra" von Richard Strauss. Mächtige Akkorde von Dur nach Moll und wieder zurück, die die Gegensätze Mensch und Natur erkennen ließen, .taktierte Küchenmeister ohne Stab, um den lockeren Charakter dieser Bearbeitung kenntlich zu machen. Die sentimentalen Kompositionen von George Bassmann setzte Hermann Stadtmüller solistisch eindrucksvoll auf seiner Posaune um. Ob Soundtrack-Lieder, österreichische Marschmusik, Musicals oder ein Potpourri der Beatles: Die Vielseitigkeit des Orchesters kennt keine Grenzen. Mit rhythmischem Beifall forderte das begeisterte Publikum Zugaben. Neben „Deutschmeister" und „Zarathustra" sang Hermann Stadtmüller eindrucksvoll „Heal the world" von Michael Jackson.
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