Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Nachrichten Blatt 27.11.2003
Fetzige Klänge und ruhigere Töne Jahreskonzert des Bläserchors mit Musik von Glenn Miller bis Jim Steinmann
Ein anspruchvolles Programm bot der Nieder-Olmer Bläserchor bei seinem Konzert in der gut besetzten Ludwig-Eckes-Festhalle. Eingestimmt wurde das Publikum mit dem Konzertmarsch „Arsenal" aus der Feder des holländischen Komponisten Jan van der Roost. Es folgte der „Bolero a la carte", ein spanischer Tanz, der normalerweise von Gesang und Kastagnetten begleitet wird. Die Kastagnetten konnte man aus dem rhythmisch anspruchsvollen Stück unschwer heraushören, auf den Gesang wurde allerdings verzichtet. In seinen Suiten L'Arlesienne" für Orchester konnte der bis dahin erfolglose Bizet seinen größten Erfolg feiern. Der Bläserchor spielte einfühlsam aus der Suite Nr. 2 das Intermezzo. Die Solistin Petra Hörn begeisterte durch ihr perfektes Saxophon-Solo. Die Fimmusik zu „Das Boot" von Klaus Doldinger stand anschließend auf dem Programm. Auch Zuhörer die den Film nicht aesehen haben, konnten sich konnten sich bei der spannenden Musik in die Szenen an Bord eines U-Bootes versetzen. So hörte man in der Einleitungsmusik den Appell an Bord, das Auslaufen in feindliche Gewässer und spürte musikalisch ganz deutlich, wenn sich das U-Boot im Angriff befindet. Auch sentimentalen Stellen wurde Raum geboten. Dass man sich beim Bläserchor um den Nachwuchs nicht sorgen muss, zeigte der Auftritt der Jugend. Unter der musikalischen Leitung von Peter Becker boten sie einen Beweis ihres Könnens bei den Stücken „Disney's magical marches", „Cajun Cookin" und „Just a closer walk with thee". Im zweiten Konzertteil kam der Bläserchor wieder zum Zuge mit dem Stück „Mars der Medici" und dem „Mitternachtsblues", dessen Komponist Franz Grothe durch seine Tätigkeit als musikalischer Leiter bei der Fernsehsendung „Der blaue Bock" und Komponist vieler Filmmelodien bekannt geworden ist. Der erste Vorsitzende Stefan Geisinger übernahm dabei gekonnt das Trompetensolo. Ein weiterer Konzerthöhepunkt war das Medley aus dem Musical „Tanz der Vampire" mit seinen Hits „Für Sarah", „Ewigkeit", „Totale Finsternis" und dem finalen „Es laden die Vampire zum Tanz" - und manch ein Zuhörer wippte begeistert mit. „Miller forever" versetzte die Konzertbesucher zurück in die Zeiten des Swing und seiner unvergesslichen Posaunen- und Saxophonklänge. Christian Küchenmeister dirigierte den Chor sensibel und mit unglaublicher Energie. Er wirkte auch als Moderator des Abends und vermittelte Hintergründe zu den Werken. Den Abschluss des Konzertes bildete das Xylophon-Solo „Erinnerungen an Zirkus Renz" hervorragend dargeboten von dem Solisten Eckbert Runknagel. He. Sta.
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