Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Mainzer Rhein Zeitung 30.11.2009
Fulminant von "Aida"  bis  "My Fair Lady" Bläserchor Nieder-Olm begeistert sein Publikum
Groß war die Zahl der Fans, als der Bläserchor Nieder-Olm in der Ludwig-Eckes-Halle konzertiere. Es erwartete sie dort ein anspruchsvolles und beschwingtes Programm, das für jeden Geschmack einen musikalischen  Leckerbissen bereit hielt. Wie Stefan Geisinger, der Vorsitzende des Vereins, zu Beginn erzählte, waren dem Konzert viele und eifrige Proben vorausgegangen, um die Erwartungen der Zuhörer erfüllen zu können. Dies wurde dann auch sofort offenbar, als das Orchester mit großem Pomp " Hymne und Triumphmarsch" aus Verdis Oper "Aida" vortrug. Nach diesen satten Klängen erschien der Zigeunertanz aus "Carmen" zunächst anmutig und zart. Mit jeder Themenwiederholung wurde dann aber der Rhythmus peitschender und rasanter bis zur Steigerung im Fortissimo. Souverän dirigierte Christian Küchenmeister den Klangkörper und arbeitete differenzierte Klangabstufungen heraus. Er wirkte zudem als Moderator und erzählte Histörchen rund um die Entstehung der Werke, Auch verbal fesselte er sein Publikum und gedachte des 1. Advent mit einem modernen Nikolausgedicht und mit Tagebuchnotizen eines Jungen in der Vorweihnachtszeit. Ebenfalls im Programm war der Jugendbläserchor unter der Leitung von Peter Becker. Der viel versprechende Nachwuchs brachte unter anderem Melodien aus dem Musical "Das Phantom der Oper" zu Gehör und riss das Publikum bei Rock-and-Roll-Rhythmen mit. Lust zum Tanzen weckten dann auch die erfahrenen Instrumentalisten mit einem Tango von Astor Piazolla. Geschickt waren da die typisch schleifenden Bewegungen herausgearbeitet und die Klarinetten ahmten stilecht das Bandoneon nach. Tänzerisch wurde dann auch "Petite Fleur" interpretiert. Mit einer Kadenz begann Petra Horn ihr famoses Spiel am Sopransaxofon und es entspann sich eine bewegte Beziehung zu dem Orchester, das die Solistin dezent begleitete. Fulminant geriet dann das Medley aus "My Fair Lady", bei dem sich die bekannten Songs des Musicals aneinanderreihten. Swingendes wechselte da mit Getragenem. Unterschiedliche Klangfarben und Tempi machten die Darbietung kurzweilig. Und Gänsehautgefühl erzeugte die moderne Version der sinfonischen Dichtung "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss.
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