Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Mainzer Rhein Zeitung 25.5.1997
Kein einziger Mißton war zu hören Erster Auftritt des Bläserchors in der Ludwig-Eckes-Halle 
NIEDER-OLM. DIM. Vor ihrem ersten Auftritt in der neuen Ludwig-Eckes-Halle hatten die über 30 Musiker des Bläserchores Nieder-Olm schon ein bißchen Bammel. "Die Akustik ist hier zwar viel besser, aber dafür hört man aber auch den kleinsten Fehler", kommentierte Vorsitzender Stefan Geisinger die erhöhten Anforderungen. Im nachhinein sollten sich seine einleitenden Befürchtungen als vollkommen unbegründet erweisen. Beim Jahreskonzert des Nieder-Olmer Bläserchores drang nicht ein Mißton an die 400 Ohrenpaare im Auditorium. Unter dem Motto "Music up to Date" spielte das große Ensemble unter Leitung von Christian Küchenmeister zum Auftakt eingängige amerikanische Melodien wie Dizzy Stratfords "Friends for life" oder Jan Hadermanns "Twins". Einen besonderen musikalischen Leckerbissen boten die Bläserchor Posaunisten Charlotte Brechtel, Peter Becker und Jörg Polzin mit ihrem "Posaunistenglanz"-Solo. Die "Tuxedo Junction" von Erskine Hawkins war das letzte Stück vor der ersten Verschnaufpause für die etablierten Musiker. Durch den Abend führte Alt-Hofsänger Karl Müller. Dem erfahrenen Fassenachter gelang es mit seinen überleitenden Reimen, "Meenzer" Liedchen und Geschichten nicht immer, dem eher ernsten Rahmen des Konzertes gerecht zu werden. Zu sehr erinnerten seine moderativen Eingriffe an die fünfte Jahreszeit. Dafür war die Musik weiterhin vom Feinsten. Das neunköpfige Jugendorchester mit Dirigent Peter Becker dokumentierte die Qualität des Bläserchor-Nachwuchses eindrucksvoll. Die Acht- bis 14jährigen begannen mit Kolditz’ "Wir kommen", weckten die Zuhörer mit Cat Stevens "Morning has broken", spielten den "Soft-Shoe- Shuffle" und "Russia" von Ernie Waites. Nach einer kurzen Pause setzten die erfahrenen Musiker zum großen Finale an. Für die etwas traditioneller orientierten Gäste gab es geblasene "Musikantengrüße", die "Sehnsuchtsmelodie", "In der Weinschenke" und eine "Polka up to date". Als "besonders schwierig" hatte Trompeter Ralf Hartz im Vorfeld das "Symphonic Portrait" von Musical-Zar Andrew Lloyd Webber bezeichnet. Das komplizierte Potpourri gelang ebenso problemlos wie abschließend "Leroy Anderson’s Portrait".
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