Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Mainzer Rhein Zeitung 5.12.2006
Musik schenkt Zeit zur Besinnung Viel Beifall für Adventskonzert in Nieder-Olm
NIEDER-OLM. Der Bläserchor hatte zum Adventskonzert in die katholische Kirche geladen. Ziel der Musizierenden war es, die Zuhörer aus der Vorweihnachtshektik zu entführen und ihnen ,Momente der Besinnung zu schenken‘, wie es Chor-Vorsitzender Stefan Geisinger in seiner Begrüßung ausdrückte. Unterstützt wurden die Bläser dabei vom katholischen Kirchenchor. Mit festlichem Gepränge startete das Programm, indem es die ,,Jupiter Hymne“ aus der Suite ,,Die Planeten“ von Gustav Holst darbot. Das spätromantische Werk war der richtige Einstieg, um feierliche Stimmung zu erwecken. Als elegischer und getragener Gegensatz dazu wurde das Zwischenspiel aus Pietro Mascagnis Oper ,,Cavalleria Rusticana“ vorgetragen. Konzentriert folgten die Instrumentalisten dem Dirigat von Christian Küchenmeister, der die Rolle des Maestro bestens ausfüllte und mit besinnlichen Zwischentexten als Moderator wirkte. Darunter waren Gedanken über die Zeit und eine Anleitung zum Glücklichsein. Das Orchester erfreute mit Bearbeitungen bekannter Kompositionen der klassischen Literatur wie Dmitrji Bortnianskvs ,,Ich bete an die Macht der Liebe“ oder ,,Air“ aus der D-Dur Suite von Johann Sebastian Bach, die in schlichtem Legatospiel beeindruckte. Besonders vorweihnachtlich wurde es später bei den Variationen über ,,Es ist ein Ros entsprungen“ von Roland Kernen. Auch der Nachwuchs des Bläserchors bekam bei dem Konzert eine Chance zur Präsentation. Unter der Leitung von Peter Becker spielte er sauber und variantenreich zwei Stücke des Komponisten und Arrangeurs Franz Watz. Aus dessen Feder stammte auch die Bläseradaption einer Sonatine von Friedrich Kuhlau‘ die das Klarinettenensemble mit warmer Tongebung vortrug und zu einem Glanzlicht des Konzertes werden ließ. Für weitere Klangvielfalt sorgte der katholische Kirchenchor, der Lieder vom Warten auf die Ankunft des Herrn vortrug. Darunter einen Satz des Adventschorals ,,Macht hoch die Tür“, den Rainer Seibert, der frühere Leiter des Chores, geschrieben hatte. Bemerkenswert waren die feine Stimmkultur und harmonische Balance des Klangkörpers der von Hermann Stadtmüller geleitet wird. Im Wechselspiel mit dem Orchester trugen die Sängerinnen und Sänger später ein Abendlied vor. Mit einer wirkungsvollen und brillant gespielten Paraphrase über Themen aus Händels Oratorium ,,Judas Maccabäus“ endete das Adventskonzert‘ das mit großem Beifall bedacht wurde.
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