Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Mainzer Allgemeine Zeitung 27.11.2007
Sogar Abstecher in die Punk Ära Bläserchor verwöhnt sein treues Publikum mit abwechslungsreichem Jahreskonzert
NIEDER-OLM Mit dem zackigen Militärmarsch ,,Atlanta 96“ des niederländischen Komponisten Wim Laseroms begann der Bläserchor sein Jahreskonzert. Das Publikum liebt ,,seinen“ Bläserchor, was sich an der großen Zahl der Zuhorer in der Ludwig-Eckes-Halle und am begeisterten Applaus ablesen ließ. Das ,,Allegro animato“ basiere auf der klassischen Hauptform, dem ,,Andante con espressione“ liege eine dreiteilige Liedform zugrunde und das fröhliche ,,Rondo presto“ runde die kurze ,,Sinfonia Classica“ von Ted Huggens ab, erklärte Orchesterleiter Christian Küchenmeister das nächste Musikwerk. Er dirigierte musikalisch strukturiert und erreichte einen äußerst dynamischen Orchesterklang. Dass unter  den Laienmusikern auch Talente schlummern, bewies Petra Horn mit ihrem Sopransaxophon-Solo bei Albert Lortzings ,,Thema und Variationen“. Am Anfang noch etwas befangen, gab ihr eine zustimmende Geste von Küchenmeister Selbstvertrauen. Auch Matthias Seeland, Dr. Jörg Cramer, Florian Bonacker und Peter Becker begeisterten mit ihren Posaunen beim Show-Marsch ,,The Referees“ (Die Schiedsrichter) und zeigten dem Publikum nach dem Abpfiff die ,,Green Card“. Weiter brillierten Lea Weisrock und Michael Kochan mit ihren Klarinetten, auf denen sie die unbekümmerte Frische von Hanns Löhrs ,,Murzel und Purzel“ interpretierten. Kaum zu sehen war Schlagzeuger Florian Renke, doch was man von ihm hörte, war mehr als nur technisches Verständnis. Der 16-Jährige spielte die Grundrhythmen in ihrer Vielseitigkeit und Komplexität mit äußerster Sicherheit und war ein verlässlicher Partner im Ensemble. ,,Er gehört leider nicht zu uns, wir haben ihn ausgeliehen“, bedauerte Vorsitzender Stefan Geisinger. Auch der Jugendbläserchor, der unter Leitung von Peter Becker beachtliche musikalische Leistungen vollbrachte, begeisterte. Beim ,,Blitzkrieg Bop“ der einstigen Punkgruppe ,,The Ramones“, konnte das Orchester die Harmonien und Strukturen ebenso herausarbeiten, wie die Lebendigkeit der vier Sätze aus ,,Harry Potter und der Feuerkelch“. Der junge Nachwuchs bürgt für die Zukunft des Bläserchores, der im nächsten Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. Küchenmeister unterhielt nicht nur mit humorvollen Anekdoten, sondern half auch mit seinen Werksbeschreibungen die Musik zu verstehen. Mit dem Busch-Zitat: ,,Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen“, wollte sich das Orchester nach den ,,Goldenen Hits“ von Herp Albert, die von Trompeten und Flügelhorn solistisch meisterlich begleitet wurden, verabschieden. Doch Ovationen verlängerten das Konzert um zwei Zugaben.
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