Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 30.9.2017
Mainzer Allgemeine Zeitung 1.12.2009
Imponierendes Klanggemälde JAHRESKONZERT Bläserchor Nieder-Olm sicher in vielen Stilrichtungen
Zarathustra 2OOO ist ein Arrangement von Michael Jerg bei dem die Einleitung von Richard Strauss die Kraft des Orchesters in geballter Form zum Ausdruck bringt. Und man glaubt es nicht: nach der Einleitungsmelodie wechselt das Tempo zum Beatrhythmus, wobei die bekannte ,Zarathustra“- Melodie immer wieder aufgenommen wird. Dem Bläserchor Nieder-Olm gelang. nicht nur hier, ein imponierendes Klanggemälde. Es war zu erwarten: Stehende Ovationen des begeisterten Publikums am Ende eines wahrlich meisterhaften Konzertes. Viele Anhänger der sinfonischen Blasmusik waren in die Ludwig-Eckes-Halle gekommen, um sich diesen Genuss, an dem Leiter Christian Küchemeister einen erheblichen Anteil hatte, nicht entgehen zu lassen. Werke von Verdi, Bizet, Strauss, Tom Jones, Neil Diamond und Filmmusiken sorgten für Vielseitigkeit und Spannungsreichtum. Militärisch zackig begannen die lnstrumentalisten mit einem Marsch des mexikanischen Komponisten Genaro Codina. Hier wurde bereits klar, dass sinfonische Blasmusik nicht mit Bierzelt-Blasmusik zu verwechseln ist. Erstere zählt zu den innovativsten, interessantesten und vielfältigsten Musikrichtungen der Gegenwart und spricht die Gefühle und Phantasien ihrer Zuhörer an. Der "Triumpfmarsch" aus ,.Aida“, ein Zigeunertanz aus "Carmen" oder Filmmusik aus "Lawrence von Arabien“ -  alles hatte eine emotionale Qualität und ließ Bilder vor den Augen der Zuhörer entstehen. Das zeigte sich auch bei der Filmmusik aus "La vita è bella" (Das Leben ist schon), mit der der italienische Komponist Nicola Piovani die Liebe zwischen den Menschen, aber auch die Schrecken des Zweiten Weltkrieges beschreibt. Etwas Besonderes bot Solistin Petra Horn mit ihrem Sopran-Saxophon, auf dem sie das getragenen Stück "Petite fleur" von Sidney Bechet virtuos vortrug. Melodien aus "My fair lady" oder auch Songs von Tom Jones und Neil Diamond, dazwischen heitere Plaudereien von Christian Küchenmeister - - das Publikum jubelte. Der ganze Stolz des Ensembles ist der Jugendbläserchor den Peter Becker unter seine Fittiche genommen hat. Die jungen Musiker zeigten. was sie musikalisch so drauf haben. •Smoke on the water" von den Deep Purple, Melodien aus dem "Phantom der Oper" und "The birth of rock and roll" sind zwar schwierige Stücke, aber sie meisterten sie mit Bravour. Hier noch ein falscher Ton, dort ein zu früher Einsatz: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das Publikum honorierte die Leistung des Jugendbläserchores mit kräftigem Applaus. Nach zwei Märschen als Zugaben entließ der Bläserchor seine beeindruckten Gäste in die kalte Nacht.
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