Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 21.12.2019
Allgemeine Zeitung 27.11.2019 Foto: hbz/Michael Bahr. Text: Nicole Weisheit-Zenz
Bei Riesen und Geisterjägern Bläserchor Nieder-Olm schickt Zuhörer auf eine fantastische Reise NIEDER-OLM. Musikalische Landschaftsbeschreibungen, Marschmusik oder Melodienaus bekannten Filmen: Abwechslungsreichen Hörgenuss bot der Bläserchor Nieder-Olm bei seinem Jahreskonzert. Dirigiert wird das große Orchester von Daniel Reiter; seit 2017 ist der iplomtrompeter und Musiklehrer hier tätig. Über Monate hinweg hatten sich die über 40 musikbegeisterten Laien mit ihm auf den besonderen Auftritt vorbereitet. Ansprechend war das zweistündige Programm in der Eckes-Halle für mehrere Generationen. Amüsant und informativ unterhalten fühlte sich das Publikum von Hornist Kay Dünges, der zum ersten Mal die Moderation übernahm. Wissenswertes wusste er zu berichten über die spezielle Art der Malerei in „Ferne Weite - ein Landschaftsbild“. Von Rolf Rudin, einem zeitgenössischen Komponisten, stammt das Klangerlebnis, das die Fantasie anregte. Gedanklich sehen konnte man auch ein Kanu, das in der Morgensonne auf einem Fluss unterwegs ist, inmitten herrlicher Waldlandschaft. „Shenandoah“ von Frank Ticheli beschrieb diese Szenerie musikalisch und nahm Bezug auf ein amerikanisches Volkslied. Zudem erklang der schwungvolle Marsch „Washington Post“. Auch fiktive Stationen von „Gulliver's Reisen“, wie sie einst Jonathan Swift in seinem Roman geschildert hatte, ließen sich nachvollziehen. Bert Appermont hatte die Musik geschaffen, mal eher spielerisch, passend zum Besuch bei den „Liliput“, oder behäbig schreitend anmutend im Land der Riesen. „Schwebende Inseln“, so der Titel eines weiteren Satzes, konnte man ebenso erahnen wie intelligente, dynamische Pferdewesen. Der Bläserchor legt auch im 51. Jahr seines Bestehens großen Wert auf die Ausbildung junger Musiker. Einige von ihnen konnten auch 2019 in das Orchester wechseln, das über ein breites Repertoire verfügt: von traditioneller Blasmusik über kirchenmusikalische Werke bis hin zu Musical und Unterhaltungsmusik. Andere zeigten nun ihr Können im Jugendorchester, das geleitet wird von Lea Weisrock. Selbst ausgestaltet wurde „Just add music“ von Scott Watson. Bei entsprechender Filmmusik sah man gedanklich Geisterjäger _ „Ghost busters“ - in Aktion. Spannend präsentiert wurde dann vom Bläserchor die „James Bond 007 selection“. Arrangiert von Johan de Mey, reihten sich beliebte Titel aus Filmklassikern mit dem bekannten Agenten aneinander, wobei sogar Schüsse knallten. Von Nieder-Olm nach New York konnte man eine imaginäre Reise antreten bei „Jitterbug“ von Robert Buckley,einer Homage an das goldene Zeitalter des Bigband-Jazz in den 30er und 40er Jahren. Beschwingt wirkte auch „Flashing winds” von Jan Van der Roost. Gedankt wurde mit stehendem Beifall und kraftvollem Klatschen zum Radetzky Marsch von Strauß.
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