Bläserchor Nieder-Olm e.V.
Stand 4.4.2018
Mainzer Allgemeine Zeitung 19. Mai 2018 Text: Klaus Mümpfer Foto: hbz/Harry Braun
Hommage ans "Dreigestirn des Jazz“ BENEFIZKONZERT Bigband des Heeresmusikkorps gratuliert Nieder-Olmer Bläserchor zum 50. Geburtstag  NIEDER-OLM. „Fat Man“ Peter Herbo!zheimer und Bert Kaempfer standen schon vor vielen lJahren gemeinsam auf der Bühne. Auch beim Benefizkonzet zum 50-jährigen Bestehen des Nieder-Olmer Bläserchores kam die Bigband des Heeresmus;r&orps an ihrer Musik nicht vorbei. Mit einer Herbolzheimer Komposition eröffnete die Formation (in klassischer Bigband-Besetzung mit je vier Trompeten und Posaunen. fünf Saxophonen sowie Rhythmusgruppe) gewaltig und treibend das Benefizkonzert. Sopransaxophon blies dabei Bigband Leiter Christopher Buchheim persönlich. Bert Kämpfert kam am späteren Abend mit seiner Komposition ,,Love“ zu Ehren. Das Konzert stand unter dem Motto „Typisch deutsch“, auch wenn ,“Swinging fingers“ mit dem kreativen Pianisten Michael Peter keineswegs auf Deutschland hinwies. Mit „Fliegermarsch“ im angestammten Rhythmus Die Berufsmusiker der Bundeswehr spielten an diesem Abend überwiegend Titel deutscher Arrangeure, Komponisten und Künstler mit einer bei der Bundeswehr erwarteten Präzision in der Beherrschung der Instrumente und den musikalischen Einsätzen. Stabsfeldxvebei Buchheim behauptete zwar. dass er kein Dirigent sei, doch er hatte seIne Musiker gut im Griff. Höhepunkt des Benefizkonzertes war die Sängerin Claudia Breuer, die die Bigband seit vielen Jahren mit warmer und gefühlvoller Stimme unterstützt. Mit virtuoser Ausdrucksfähigkeit wurde sie Hildegard Knef in dem Song „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ ebenso gerecht wie Roger Cicero mit „Ich hätt‘ so gern noch Tschüss gesagt“ - einer Hommage des bereits früh Verstorbenen an seinen Vater, den Jazz-Pianisten Eugen Cicero. Die Bigband feierte das „Dreigestim des Jazz“ - Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn. Das Publikum in der voll besetzten Ludwig-Eckes-Halle bejubelte »Paulchens‘ Arrangement von Night and Day. Die begeisterten Zuhörer honorierten ebenso Gregers „Nighttrain“ mit expressivem Terorsaxophon sowie Strassers Klassiker „Meer der Ruhe“ mit dem warmen Klarinettenklang. James Last, den „König des happv sounds‘‘ ehren die Musiker mit einem Potpourri, den Meister des „Easy Listenings‘‘ Bert Kaempfert, mit ,,Love“. Mir Trompeten-Stakkati und ungewöhnlichen Rhvhmen spielte die Bigband den Piazzola-Hit „Michelangelo im Arrangement von Fred Sturm Eine Soundcollage arrangierte Pianist Michael Peter zu Klaus Doldingers Boot-Filmmusik samt Anleihen an Tatort Melodien, bevor die Musiker mit dem Fliegermarsch im Happy Sound in ihren angestammten Rhythmus schlüpften. Der Erlös des Benefizkonzertes kommt den Organistationen „Flüsterpost“ sowie „Armut und Gesundheit in Deutschland“ zugute. „Flüsterpost“ kümmert sich seit 15 Jahren um Kinder krebskranker Eltern, erläuterte Anita Zimmermann. Rahim Schmidt stellte die zahlreichen Protekte des Vereins „Armut in Deutsctand“ vor. Der Bläserchor-Vorsitzende Stefan Geisinger freute sich, zur 50-Jahr Feier ein Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikcorps aus Koblenz organisieren zu dürfen. Immerhin zählt der 1968 gegründete Verein 45 aktive Bläser und insgesamt mehr als 100 Mitglieder.
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